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Rainer Diller vor einem seiner Gemälde

Rainer Dillen wurde am 6. August 1938 als Sohn des holländischen Malers Peter Martinus Dillen in Kolbermoor bei Rosenheim geboren. Er absolvierte eine Ausbildung im druckgrafischen Gewerbe und ist seit 1960 freischaffender Maler und Grafiker.

1968 erhielt Rainer Dillen den erstmalig verliehenen Kulturförderpreis der Stadt Rosenheim. Als kritischer Mitbürger wurde er 1971 Mitbegründer des Rosenheimer Forums für Städtebau und Umweltfragen.1989 würdigte eine Retrospektive in der Städtischen Galerie Rosenheim sein umfassendes Schaffen.

Der Mensch in seinem Schicksal ist von Beginn an Rainer Dillens zentrales künstlerisches Thema. Seine Malerei entwickelt sich ausgehend vom Porträt über die vegetative Form bis hin zur abstrakten Figuration.

In der Zeit von 1960 bis 1973 entstanden großformatige Bildnisse. Später folgten abstrakte Pflanzen- und Menschenbilder, hervorgegangen aus der formalen Auseinandersetzung mit der Vegetation.

Rainer Dillen lebt und arbeitet in Rosenheim. Von 1991 bis 2005 hatte er in Amsterdam einen zweiten Wohnsitz, wo vorwiegend Arbeiten auf Papier entstanden. Besonders zu erwähnen sind dabei seine Pastelle, bei denen die Pigmente direkt auf den Malgrund aufgetragen werden.

In den letzten Jahren steht Dillens kosmischer Themenkreis im Zeichen der Polarität:
Tag und Nacht, Mann und Frau, Leben und Tod. Die menschliche Figur hält Zwiesprache mit der vegetativen Gestalt.